Die Lange Nacht der Wissenschaften (2026) ist eine kostenlose, jährlich stattfindende öffentliche Wissenschaftsveranstaltung in Rostock. Bei dieser Gelegenheit betrieb die Gruppe für Meeresbiologie einen Stand, um ihre Forschung und Aktivitäten vorzustellen.
Doktoranden und Forscher führten die Besucher in die Artenvielfalt der wirbellosen Tiere der Ostseeküste ein, darunter Miesmuscheln, Würmer, Asseln, Quallen und andere Muscheln. Lebende Exemplare sowie histologische Schnitte von Miesmuscheln konnten unter Mikroskopen betrachtet werden, was einen genaueren Blick auf ihre Morphologie ermöglichte.
Das Team stellte zudem zentrale Konzepte seiner Arbeit vor, darunter die Bioturbation (die Umstrukturierung und Durchmischung von Sedimenten durch lebende Organismen, ein entscheidender Prozess für den Nährstoffkreislauf), sowie Demonstrationen zur Messung der Herzfrequenz, zur Nahrungsaufnahme und zur Fortpflanzung von Miesmuscheln. Größere wissenschaftliche Geräte, die bei der Feldarbeit zum Einsatz kommen, wurden ausgestellt, um zu zeigen, wie Tiere und Sedimente in natürlichen Umgebungen gesammelt werden.
Die Veranstaltung zog Besucher aller Altersgruppen an und bot eine wertvolle Gelegenheit, wissenschaftliche Aktivitäten, Karrierewege und laufende Forschungsprojekte kennenzulernen. Außerdem förderte sie den direkten Austausch zwischen Forschern und der Öffentlichkeit, darunter auch Kindern und Schülern.
Willkommen am Lehrstuhl für Meeresbiologie
Die Meeresbiologie mit ihrem hohen Grad an Interdisziplinarität gehört zu den interessantesten und faszinierendsten Fächern innerhalb der Naturwissenschaften. Die aktuelle Renaissance der Meeresbiologischen Forschung spiegelt dabei unseren wachsenden Kenntnisstand und unser Wissen um die kritische Rolle der Ozeane und ihrer Bewohner auf die Vergangenheit, den aktuellen Zustand und die Zukunft der gesamten Biosphäre und der Menschheit wider. Eine meeresbiologische Ausbildung führt zu einer forschungs- und anwendungsorientierten Qualifikation, um wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragestellungen in den Bereichen Globaler Klimawandel, Eutrophierung oder Meeresverschmutzung zu untersuchen und zu deren Lösung beizutragen.






